Thomas Feistle

mein kleiner grü.. grauer IT-Hinterhof

Monat: Juli 2016

Nützliche Linux-Befehle und Aliase (Teil 2)

Man kann sie nie genug haben, nützliche Linux-Befehle und Aliase für die Konsole … darum hier der zweite Teil der Kommandos, zumindest was mir so nützlich erscheint.

Hier geht es zum ersten Artikel mit nützlichen Kommandos.

du -sh (wieviel Platz belegt ein Verzeichnis inklusive Unterordner)

„du -sh “ zählt die Größe aller Dateien in einem Ordner und aller Unterordner. Der letzte Eintrag  mit dem    .    gibt die Gesamtgröße aller Dateien aus dem Ordner und allen Unterordnern aus .

drwxr-xr-x  19 docme    docme         19 Jul 24 15:31 ./
drwxr-xr-x   7 docme    docme          9 Apr 29  2004 ../
drwxr-xr-x  10 docme    docme         10 Nov  3  2003 Consulting/
drwxr-xr-x   4 docme    docme          4 Feb 13  2007 Deutschland/
drwxr-xr-x   3 docme    docme          3 Jul 23 11:35 Events/
drwxr-xr-x  19 docme    docme         19 Jan 12  2007 Gewinnspiel/
drwxr-xr-x 480 docme    docme        480 Nov 22  2012 Hersteller/
drwxr-xr-x 493 docme    docme        493 Nov 26  2012 Homepage/
drwxr-xr-x  14 docme    docme         14 Nov 10  2003 Services/
drwxr-xr-x  91 docme    docme         91 Aug 18  2008 Spielwiese/
drwxr-xr-x   4 docme    docme          4 Nov 18  2011 financialservices/
drwxr-xr-x   3 docme    docme          3 Oct 21  2003 mb/
drwxr-xr-x   7 docme    docme          7 Nov  7  2007 osterreich/
drwxr-xr-x   3 docme    docme          3 Sep 22  2003 testmb/
drwxr-xr-x   9 docme    docme          9 Apr 29  2004 unbenutzt/
drwxr-xr-x   3 docme    docme          3 Sep 25  2006 x64/
bash-3.00# du -sh
  10G   .

find (finde einen speziellen String in allen Dateien eines Verzeichnisses inkl. Unterverzeichnisse)

Mit diesem Kommando sucht man rekursiv im aktuellen und allen darunter liegenden Verzeichissen („find .“) in allen echten (d.h. nicht verlinkten) Shellscripten („-name ‚*.sh‘ -type f“) nach dem String „stringzumsuchen“ („-exec grep -i „stringzumsuchen““)  und läßt die Fundstelle samt Dateinamen ausgeben („{} /dev/null“).

Fehlermeldungen wg. nicht zugänglicher Verzeichnisse etc.  werden ignoriert („2>/dev/null“).

find . -name '*.sh' -type f -exec grep -i "stringzumsuchen" {} /dev/null \; 2>/dev/null

tail   (was wurde als letztes in eine Datei geschrieben)

tail dient dazu, sich die letzten Einträge in einer Datei anzusehen. Dies kann man sehr gut benutzen, um z.B. Log-Dateien einzusehen.  Interessant sind hier zwei Parameter:

tail -200 /var/log/syslog

Dies gibt die letzten 200 Zeilen aus der Syslog-Datei aus

tail -f /var/log/syslog

Mit dem -f Parameter öffnet man die syslog-Date in einem endlosen Loop-Modus und kann in Echtzeit nachverfolgen,   welche Einträge gerade geschrieben werden. Zum Verlassen muss CTRL-C gedrückt werden.

Nützliche Linux-Befehle und Aliase (Teil 1)

Linux und die unendlichen Möglichkeiten der Konsole … wobei man wohl gerne auch eher in unendliche Verzweiflung kommen kann, wenn man sich in den zahllosen Möglichkeiten verirrt hat. Im Laufe der Zeit sammeln sich aber trotzdem der eine oder andere Trick an und Möglichkeiten werden gefunden, wie man auf die Schnelle etwas in der Konsole herausfinden kann, und darum hier meine Liste mit nützliche Linux-Befehle und Aliase, die ich in der täglichen Arbeit unter Linux immer wieder mal gut gebrauchen kann.

Es gibt übrigens einen zweiten Artikel mit weiterem Nützlichem.

ls -ltr   (was wurde als letztes geändert)

ls -ltr  gibt eine Liste der Dateien in einem Verzeichnis mit erweiterten Informationen aus und sortiert diese Liste nach dem letzten Änderungsdatum, so dass man auf die Schnelle am Ende der Auflistung sieht, welche Dateien als letzte modifiziert wurden.

root@server:/tmp# ls -ltr
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       348 Mar  8 11:02 quote_3d90166d7b1fbc78054c8457c1f945f4
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       348 Mar  8 11:04 quote_5e1feafa51b18781bd69237a3e1beb1b
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       347 Mar  8 11:06 quote_717a4ad201198c6d7f73e5c0a6287977
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       347 Mar  8 11:11 quote_b5a7fc4a368bf80464360227fd92ab28
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       348 Mar  8 11:19 config_2360783545683b220386a3e082e839bc
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       348 Mar  8 11:21 quote_443026889bd46bc3e6f3940f448e5c9e
drwxrwxr-x   2 nobody   admins       339 Mar  8 11:26 quote_9b756c357c60c4a6e358288ac3fd6b05
-rw-------   1 webapp   admins         0 Mar  8 11:31 croutSZStWu5Pb
drwx------   2 webapp   admins       187 Mar  8 11:31 scan_mail.VuayjB

Ich habe mir hier für den schnellen Aufruf einfach einen Alias ‚ltr‘ gesetzt.

alias ltr='ls -ltr'

df -h  (schneller Überblick über die Belegung der Partitionen)

df -h gibt einen schnellen Überblick über die Partitionen aus und zeigt an, wie viel freier Speicherplatz dort noch vorhanden ist. Hier sieht man zum Beispiel, dass /tmp eine Swap-Partition ist und im Moment zu 67% voll ist. Ist diese komplett voll, würde hier 100% stehen und der Server zeigt im Browser eine  Fehlermeldung an.

root@server:/# df -h
Filesystem             size   used  avail capacity  Mounted on
/                      119G    58G    60G    49%    /
/dev                   119G    58G    60G    49%    /dev
proc                     0K     0K     0K     0%    /proc
ctfs                     0K     0K     0K     0%    /system/contract
swap                   2.2G   252K   2.2G     1%    /etc/svc/volatile
mnttab                   0K     0K     0K     0%    /etc/mnttab
/usr/lib/libc/libc_hwcap2.so.1
                       119G    58G    60G    49%    /lib/libc.so.1
fd                       0K     0K     0K     0%    /dev/fd
swap                   6.5G   4.3G   2.2G    67%    /tmp
swap                   2.2G    24K   2.2G     1%    /var/run

du -k | sort -n  (welche Verzeichnisse sind am größten)

„du -k | sort -n“ gibt eine Liste der Ordner in einem Verzeichnis aus, zeigt in Byte an, wie groß der Inhalt der Dateien in diesem Ordner ist und sortiert die Ausgabe auch nach der Größe, so dass am Ende der Liste die Ordner  mit dem größten Inhalt sind. Hier ein Beispiel aus dem /tmp-Verzeichnis auf dem server. Der letzte Eintrag  mit dem    .    gibt die Gesamtgröße aller Dateien in allen Ordnern in    /tmp   aus.

root@server:/tmp# du -k | sort -n
2580    ./get_backlog.sh.aaayuE
2652    ./get_backlog.sh.88ay6v
5636    ./pl_61aff3f26e2b0aa56189b3fbc7a47e40
14072   ./get_pricelist_full.sh.KFaWft
42700   ./get_pricelist_full.sh.Pyaa6Z
61408   ./pl_d05216f10a208e7c68d3d56c509995d7
846036  ./get_pricelist_full.sh.bHaW0u
846100  ./get_pricelist_full.sh.K4ayGP
846100  ./get_pricelist_full.sh.yjaGja
847812  ./get_pricelist_full.sh.c8aajG
854388  ./get_pricelist_full.sh.fuayGa
4534436 .

Als Alias verwende ich hier einfach ‚groesse‘.

alias groesse='du -k | sort n'

Einstellungen für den Proxy im Firefox bzw. die proxy.pac werden nicht gespeichert

Wenn man z.B. in einer Firmenumgebung eine proxy.pac bzw. einen Proxy im Firefox benutzen muss, dann funktioniert dies üblicherweise normalerweise ohne Probleme. Sollte es beim Proxy aber Änderungen geben (z.b. andere IP-Adresse oder die proxy.pac liegt auf einem anderen Server), dann sollte es normalerweise reichen, wenn man unter „Einstellungen – Erweitert – Netzwerk – Verbindung Einstellungen“ den neuen Proxy bzw. die URL zur neuen proxy.pac hinterlegt.

Sollte es bei einem Neustart des Firefox bzw. Neustart des Rechners am nächsten Tag aber vorkommen, dass Firefox keine Verbindung bekommt, dann lohnt es sich, in die Einstellungen des Proxy einen weiteren Blick zu werfen, es kann nämlich vorkommen, dass dort wieder der alte vorherige Eintrag enthalten ist.

Sollte dies der Fall sein, so lohnt es sich, einen Blick in die Datei user.js zu werfen, die sich im Default-Profile-Pfad des Firefox befindet, unter Windows 7 z.B. hier:

C:\Users\"benutzername"\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\"defaultprofil"

Hier gibt es dann z.B. für die proxy.pac den folgenden Eintrag

user_pref("network.proxy.autoconfig_url", "http://alterproxy/proxy.pac");

Diesen Eintrag kann man entweder löschen oder auskommentieren

/*  user_pref("network.proxy.autoconfig_url", "http://alterproxy/proxy.pac");  */

Danach sollte Firefox die neuen Proxy-Einstellungen, die man unter den Einstellungen neu eingibt, dann auch behalten.

 

 

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